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Rund um den Weinbau und den Wein in Retzstadt Seit mehr als 1000 Jahren werden hier in Retzstadt Trauben geerntet. Heute werden auf einer Fläche von mehr als 70 Hektar unter der Bezeichnung "Retzstadter Langenberg" hauptsächlich die Sorten Müller-Thurgau, Silvaner, Bacchus, Kerner und Spätburgunder angebaut. Die meisten Winzer gehören zur Gebietswinzergenossenschaft Franken, einige zur Genossenschaft Thüngersheim. Es gibt auch Selbstvermarkter: Weingut Rudolf May, Weinbau Martin Müller u.a. Um die Belange des Weinbaus kümmert sich besonders der Weinbauverein 1948 Retzstadt e.V. Seit 2001 gibt es - in Zusammenarbeit von Weinbauverein, Gemeinde und Dorferneuerung erstellt, den Wanderweg "Wein und Natur".
September 2004: In diesem Jahr zum ersten Mal 2 (!) Landratsschoppen, rot und weiß: 2003er Retzstadter Langenberg Silvaner Kabinett (GWF) und 2003er Retzstadter Spätburgunder Spätlese (GWF) Fotos und Texte wurden zur Verfügung gestellt vom Autor Michael Fillies durch Vermittlung von Julius Schmitt ("Markt"). DANKE! Wirkungsvolle Werbung für Wein Die Vorstellung der neuen Landratsschoppen verband sich
mit einer Moderevue Wernfeld Zu den angenehmen Aufgaben des Lokaljournalisten gehört es, über die Präsentation des Landratsschoppens zu berichten: ein stilvolles Fest in angenehmer Atmosphäre, wo es einmal nicht um Spitzen und Spitzfindigkeiten oder um politisches Gegeneinander geht. Der Landratsschoppen eint. Außerdem ist er ein wirkungsvolles Werbemittel für unsere Heimat.:Auch heuer blieb Landrat Armin Grein seiner Linie treu und ließ den Landratsschoppen-Brauch den beständigen Spardiskussionen zum Trotz unangetastet: Bei einem feinen Mahl aus den Küchen des Klinikums Main-Spessart wird dem Wein bzw. seiner wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung gehuldigt. In der Alten Kirche Wernfeld hatte Grein sich knapp 80 Gäste dazu eingeladen: Spitzenvertreter der hiesigen Wirtschaftsverbände, des fränkischen und des Retzstadter Weinbaus sowie einige seiner Mitarbeiter aus dem Landratsamt. Die Ehrengäste entstammten natürlich dem Weinadel, wobei dem Landkreis die Deutsche und die Fränkische Weinkönigin zugleich die Ehre gaben: Nicole Then und Lisa Schmitt. Anmut verliehen der fünfstündigen Veranstaltung überdies die hiesigen Weinprinzessinnen - Julia Diener (Erlenbach), Carolin Gehrsitz (Himmelstadt), Rebecca Keller (Retzstadt), Marina Lauter (Retzbach) und Susanne Kimmel (Stetten) - sowie die ehemaligen Fränkischen Weinköniginnen Daniela Baunach-Soth (Erlenbach), Silvia Gaul (Stetten) und Iris Stumpf (Tiefenthal). Sie servierten das Drei-Gänge- Menü aus den Kreiskrankenhaus- Küchen Lohr und Marktheidenfeld sowie die Weine. Die Gerichte fanden das volle Lob der Gäste; manche überlegten gar, ob sie nicht beispielsweise den Blinddarm entbehren könnten, um nochmals in den Genuss der Küchenkunst zu kommen. Die Weinfolge, vorgestellt von Christian Baumann (Hauptkellermeister der Gebietswinzergenossenschaft Franken), war zugleich eine Bewährungsprobe für die beiden neuen Landratsschoppen. Denn der Retzstadter Langenberg Silvaner Kabinett und die Retzstadter Langenberg Spätburgunder-Spätlese mussten sich inmitten von teils hervorragenden Spätlesen behaupten: Gambacher Kalbenstein Müller- Thurgau Spätlese trocken, Karlstadter Roßtal Bacchus Spätlese, Stettener Stein Schwarzriesling Spätlese trocken, Erlenbacher Krähenschnabel Silvaner Spätlese trocken und Homburger Kallmuth Rieslaner Sopätlese, allesamt Jahrgang 2003. Was Wein und Mode gemein haben, nämlich, dass der Zeitgeist den Geschmack prägt, zeigte eine Revue der Mode von den 60er Jahren bis heute. Lisa Schmitt und Nicole Then moderierten diesen Teil amüsant-souverän, die Weinprinzessinnen führten Modelle aus der aktuellen Basset-Kollektion von Czerny Styling aus Gemünden vor. Zusammengestellt hatte die Schau Martina Czerny. Autor: Von unserem Redaktionsmitglied Michael Fillies
Armin Grein liebt die Roten Outing im Kabarett Main-Spessart (lies) Welchen gemeinsamen Trends Wein und Mode unterliegen, war bei der Vorstellung der Landratsschoppen zu erfahren. Die Karlstadter Kabarettisten Gerlinde Heßler und Werner Hofmann erweiterten das Thema auf den Landrat: Das Outing sei zurzeit in der Politik in Mode, auch Armin Grein habe sich jetzt geoutet. - Ist der homosexuell? - Nää. Der liebt die Roten! Er steht heimlich auf Rotwein und hat das jahrelang vertuscht. Im Lauf des Abends hielt Grein dennoch dem Weißen die Treue. Kellermeister Baumann erläuterte, dass der seit den 80er Jahren anhaltende Trend zu Rotweinen sich umkehren werde, wie in anderen Weinbauländern bereits absehbar sei. Von einst drei Prozent ist die Rotwein- Rebfläche in Franken auf heute 18 Prozent gestiegen, erläuterte die Fränkische Weinkönigin Lisa Schmitt. Zum Thema Modetrends zitierte sie Noel Coward: Die Verpackung muss wechseln, um den Inhalt zu unterstreichen. Des Landrats Gunst ruht auf Retzstadt Erstmals ein Rotwein als Landratsschoppen Main-Spessart (lies) Heuer liegt des Landrats Gunst auf dem Weindorf Retzstadt. Zwei Langenberger erkor Greins Gaumen zu Landratsschoppen: den trockenen Silvaner Kabinett und die ebenfalls trockene Spätburgunder Spätlese. Dass damit erstmals ein Rotwein das Prädikat Landratsschoppen tragen darf, erklärte der Hauptkellermeister der Gebietswinzergenossenschaft Franken, Christian Baumann, wie folgt: Während der Silvaner ganz in der fränkischen Tradition stehe, folge der Spätburgunder dem Rotwein-Trend. "Tradition und Moderne hat er schon immer verbunden, unser Landrat." Danach habe er dieses Jahr seine Wahl getroffen. Den weltweit geschützten Landratsschoppen gibt es seit 1965. Eingeführt hat ihn damals der Karlstadter "Adler"-Wirt Heribert Andres.
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-Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 14. März 2007 18:48 - © Reinhold Meurer - IMPRESSUM - |