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Waldzustand
Wie im übrigen Bayern sind im Retzstädter Wald zunehmend abgestorbene
Eichen zu finden. Die genaue Ursache dafür konnte bisher nicht eindeutig
geklärt werden. Es wird aber davon ausgegangen, dass es sich beim "Eichensterben"
um eine Komplexkrankheit handelt. Das bedeutet, dass mehrere Faktoren
gleichzeitig einwirken und die Eiche zum Absterben bringen können. Mitverantwortlich
ist wohl ein Pilz (Phytophtora spec.), der im Boden lebt und das Feinwurzelsystem
der Eiche (und anderer Baumarten) zerstört. Als Folge sind die Abwehrkräfte
des Baumes geschwächt und der Eichen-Prachtkäfer als Sekundärschädling
kann den vorgeschädigten Baum befallen. Der Pilz wird durch milde, feuchte
Winter begünstigt. Die Winter der letzten Jahren wiesen eine derartige
Witterung auf.
Eine
weitere Vorschädigung der Eiche haben in den vergangenen Jahren Schwammspinner
und Eichenwickler hervorgerufen. Der Eichenwicklerbefall in den Jahren
1990 bis 1996 hatte mehrfachen Kahlfraß zur Folge.
Einträge von Schadstoffen aus der Luft (Schwefeldioxid,
Stickoxide) wirken sich auf Wald und Boden z.T. negativ aus. Die Bodenversauerung
beschränkt sich, bedingt durch den vorherrschenden Muschelkalk, im
wesentlichen auf die obersten Bereiche der Böden. Hinsichtlich des Waldzustandes
wird es wichtig sein, die Einträge weiter zu reduzieren.
Genaue Daten zum Zustand des Retzstädter Waldes liegen nicht vor. Mit
großer Wahrscheinlichkeit befindet er sich im Trend des gesamten Waldes
in Unterfranken. Wenn Sie weitere Informationen zum Waldzustand in Bayern
erhalten möchten besuchen Sie den Waldzustandsbericht
der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft oder die Internetseite
der bayrischen Staatsforstverwaltung.
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