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Verwaltungsgemeinschaft Zellingen


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Einblicke


 

Betreuungsgruppe Retzstadt

mit dem Nachtwächter auf Tour

 

Zu einer besonderen Dorfführung hatte das Betreuungsteam Retzstadt die Senioren am 9. August eingeladen. Das Programm war speziell für Menschen geplant, die keine weiten Strecken mehr laufen können und mit Gehhilfen unterwegs sind. Zweite Bürgermeisterin Birgit Köhler begrüßte die zahlreichen Teilnehmer im eigens hergerichteten Speisesaal des ehemaligen Klosters. Margarete Engel, die Leiterin der Betreuungsgruppe, sorgte im ersten Teil der Veranstaltung für eine schwungvolle Einstimmung bei Kaffee, Kuchen, Erzählungen und Wanderliedern.

Schließlich erschien der "Nachtwächter" alias Elmar Nun in historischer Gewandung und führte die Gruppe zu geschichtsträchtigen Plätzen in Retzstadt, wo er als versierter Kenner der Ortsgeschichte aus der Vergangenheit Retzstadts erzählte. Zur Freude der Teilnehmer würzte er seine Informationen auch mit zahlreichen Anekdoten und Späßen. Bei der Schlussrunde im Hof des Alten Kindergartens wurden bei vielen Teilnehmern Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend wach, und so manches interessante Detail aus der früheren Zeit wurde ausgetauscht.

 



 
Eindrücke einer Helferin:

Erstes Treffen der Betreuungsgruppe

 
Heute am 22. September ist er da der große Tag. Endlich startet das Betreuungsangebot in Retzstadt. 40 Fortbildungseinheiten zur Helferschulung liegen hinter mir.
Zusammen mit den Projektmitgliedern Gerdi Heßdörfer, Leonhard Rauff und Sofie Rothaug darf ich Frau Englert beim 1. Retzstadter Betreuungsnachmittag unterstützen und die kommenden Stunden mit gestalten.
In der Theorie wussten wir ja bereits vieles. Aber wie wird der erste Nachmittag wohl verlaufen? Ich weiß nicht wer aufgeregter war: wir oder unsere Gäste.
Der  Tisch war gedeckt, die Dekoration stand und unsere Gäste trafen mit ihrer Begleitung pünktlich ein. Gespannt sahen sie sich um. Was wird sie heute wohl erwarten? Manch einer fragt sich bestimmt: Was tu ich eigentlich hier? Am liebsten wollte man seine Begleitung als moralische Unterstützung neben sich wissen.
Aber als die Anfangsscheu überwunden war, genossen wir erst einmal alle zusammen unseren Kaffee und die noch warmen leckeren Kuchen.
Danach wurden die Liederhefte ausgeteilt und gemeinsam gesungen. Ich war wirklich baff was für tolle Stimmen unsere Gäste (v.a. die Männer) hatten und mit welcher Begeisterung, Lautstärke und Textsicherheit sie die Lieder vortrugen. Man merkte sofort dass früher viel viel mehr gesungen wurde. Nach ein paar Gedichten, lustigen Reimen und viel Erzählstoff wurde es dann richtig sportlich.
Wir setzten uns mit unseren Gästen im großen Stuhlkreis und machten erst Bewegungsspiele und dann (zur Freude oder zum Entsetzen?) Ballspiele. (Wir spielten nur mit den Händen weil wir zwei Rollstuhlfahrerinnen in unserer Runde hatten.) Der Ball war handlich und sehr weich. Die ersten Würfe waren eher zögerlich, aber dann kamen wahre Wurftalente zum Vorschein (und das teilweise mit nur einer beweglichen Hand). Es klappte richtig super und wenn doch einmal der Ball runterfiel? Kein Problem. Aufheben und weitermachen. Hauptsache Spaß haben! Die Runde wurde immer geschickter, ausgelassener und frecher. Es wurde sogar gefoppt und viel und herzlich gelacht. Wer uns so ausgelassen gesehen hat, musste denken: Wie die Kinder! 
Und ich glaube der ein oder andere hatte sich bestimmt auch wieder so gefühlt (wobei ich mich da jetzt auch nicht ausschließen möchte). 
Ich empfand die Stimmung sehr locker. Nach dem unbeschwerten Ballspiel mussten wir uns erst einmal wieder stärken. Da heute unser Motto Weinlese war gab es natürlich (wie soll es anders sein) leckere Weintrauben, natürlich frisch aus Retzstadter Weinbergen geerntet. Wieder wurde viel geredet und erzählt. Immer wieder wurde dabei unser Motto "Weinlese" aufgegriffen und ich wusste am Ende unseres Nachmittages Dinge von denen ich vorher definitiv noch nichts gehört habe. Zum Beispiel mussten die Kinder früher in die kleinen Öffnungen von riesigen Holzfässern (Fässer dienten zur Weinlagerung) hinein klettern um die Fässer von innen zu wässern und zu säubern. Nicht jedes Kind wollte da rein steigen, da es dort finster und unheimlich war.
Ich gebe gerne zu, dass ich von den großen Wissens- und Erfahrungsschatz unsere Gäste profitiert habe und ich freue mich schon auf die nächsten Lektionen.
Meine Entscheidung beim Helferkurs teilzunehmen und beim Betreuungsprojekt mitwirken zu können habe ich definitiv nicht bereut.
Fazit:
Bei unserer Vorbereitung sagte Schwester Regina: Manchmal läuft nicht alles nach Plan, aber Spaß haben wir IMMER! So war es.




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