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Einblicke




Ausflug nach Retzbach



Das Ziel des Herbstausflugs war der Nachbarort Retzbach, doch auch der Weg dorthin war Teil des Programms. In mehreren Autos fuhren die Teilnehmer mit dem Helferteam zuerst auf die Höhe zum Thüngersheimer Kreuz. Wegen des starken Windes fiel der Rundblick auf die Retzstadter Flur um die Breitfeldhöhe etwas kürzer aus. Dafür bot sich an der Thüngersheimer Hütte ein geschütztes Plätzchen für ein ausgiebiges Betrachten des Maintals bis nach Würzburg hinauf. Selbst ein kräftiger Regenschauer schreckte nicht, denn diese Zeit konnte für die Fahrt zum nächsten Aussichtspunkt an der Kolpingskapelle auf der Benediktushöhe genutzt werden. Der Innenraum war gerade groß genug für die Gruppe, und nach einem kurzen Gebet wurde natürlich auch die Glocke geläutet. Der Regenschauer hatte die Luft geklärt, und so konnte man in der Herbstsonne den Ausblick ins Maintal von Retzbach, Zellingen bis nach Karlstadt und noch weiter genießen. Zur Schlussrast hatte das Weinhaus in Retzbach extra für uns geöffnet. Dort stärkte man sich an Kaffee und Kuchen, es war Zeit zum Unterhalten, für lustige und informative Programmbeiträge und zum gemeinsamen Singen. Auch die Rückfahrt nach Retzstadt wurde noch für einen weiteren Stopp genutzt. Der Gesundheitsgarten an der Wallfahrtskirche bot Gelegenheit zu einem kleinen Rundgang, und der ein oder andere Teilnehmer wagte sich sogar an die Bewegungsspielgeräte auf dem Gelände. Wie man hört, hat der Nachmittag den Teilnehmern ausnehmend gut gefallen. Für viele bedeutete der Weg durch die Flur über die Höhen des Maintals ein Wiedersehen mit lange nicht mehr besuchten Stätten der heimatlichen Umgebung.





Betreuungsgruppe beim Backtag in Binsfeld


Der erste Ausflug des Jahres 2017 führt die Teilnehmer und etliche weitere Gäste der Betreuungsgruppe nach Binsfeld. Interessant war schon allein die Anfahrt durch die Retzstadter Flur über den Bergrücken ins Werntal. Im weitläufigen Garten des MehrGenerationenHauseses Binsfeld waren schon Tische liebevoll gedeckt. Auch Gäste aus Binsfeld und Umgebung trafen ein. Im historischen Backhaus war das Backteam in Aktion. Brot und Kuchen waren bereits im Ofen, und ein verführerischer Duft nach "Matteplootz" und weiteren traditionellen Köstlichkeiten lag in der Luft. Zur Kaffeetafel gab es dann mehrere Varianten der riesigen Rundblechkuchen: Quark, Äpfel und "Riwele" boten genügend Abwechslung. Das Backhaus samt seiner historischen Einrichtung durfte natürlich auch besichtigt werden. Genau wie auf den alten Fotos vom Retzstadter Dorfplatz! Margarete Engel sorgte mit schwungvollen musikalischen Beiträgen für ein gemütliches Beisammensein, verstärkt von weiteren Programmeinlagen. Die Teilnehmer waren sich am Ende eines fröhlichen Nachmittags einig: nach Binsfeld fahren wir bald wieder!   Betreuungsgruppe Retzstadt mit dem Nachtwächter auf Tour   Zu einer besonderen Dorfführung hatte das Betreuungsteam Retzstadt die Senioren am 9. August eingeladen. Das Programm war speziell für Menschen geplant, die keine weiten Strecken mehr laufen können und mit Gehhilfen unterwegs sind. Zweite Bürgermeisterin Birgit Köhler begrüßte die zahlreichen Teilnehmer im eigens hergerichteten Speisesaal des ehemaligen Klosters. Margarete Engel, die Leiterin der Betreuungsgruppe, sorgte im ersten Teil der Veranstaltung für eine schwungvolle Einstimmung bei Kaffee, Kuchen, Erzählungen und Wanderliedern. Schließlich erschien der "Nachtwächter" alias Elmar Nun in historischer Gewandung und führte die Gruppe zu geschichtsträchtigen Plätzen in Retzstadt, wo er als versierter Kenner der Ortsgeschichte aus der Vergangenheit Retzstadts erzählte. Zur Freude der Teilnehmer würzte er seine Informationen auch mit zahlreichen Anekdoten und Späßen. Bei der Schlussrunde im Hof des Alten Kindergartens wurden bei vielen Teilnehmern Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend wach, und so manches interessante Detail aus der früheren Zeit wurde ausgetauscht.


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Eindrücke einer Helferin:

Erstes Treffen der Betreuungsgruppe

 
Heute am 22. September ist er da der große Tag. Endlich startet das Betreuungsangebot in Retzstadt. 40 Fortbildungseinheiten zur Helferschulung liegen hinter mir.
Zusammen mit den Projektmitgliedern Gerdi Heßdörfer, Leonhard Rauff und Sofie Rothaug darf ich Frau Englert beim 1. Retzstadter Betreuungsnachmittag unterstützen und die kommenden Stunden mit gestalten.
In der Theorie wussten wir ja bereits vieles. Aber wie wird der erste Nachmittag wohl verlaufen? Ich weiß nicht wer aufgeregter war: wir oder unsere Gäste.
Der  Tisch war gedeckt, die Dekoration stand und unsere Gäste trafen mit ihrer Begleitung pünktlich ein. Gespannt sahen sie sich um. Was wird sie heute wohl erwarten? Manch einer fragt sich bestimmt: Was tu ich eigentlich hier? Am liebsten wollte man seine Begleitung als moralische Unterstützung neben sich wissen.
Aber als die Anfangsscheu überwunden war, genossen wir erst einmal alle zusammen unseren Kaffee und die noch warmen leckeren Kuchen.
Danach wurden die Liederhefte ausgeteilt und gemeinsam gesungen. Ich war wirklich baff was für tolle Stimmen unsere Gäste (v.a. die Männer) hatten und mit welcher Begeisterung, Lautstärke und Textsicherheit sie die Lieder vortrugen. Man merkte sofort dass früher viel viel mehr gesungen wurde. Nach ein paar Gedichten, lustigen Reimen und viel Erzählstoff wurde es dann richtig sportlich.
Wir setzten uns mit unseren Gästen im großen Stuhlkreis und machten erst Bewegungsspiele und dann (zur Freude oder zum Entsetzen?) Ballspiele. (Wir spielten nur mit den Händen weil wir zwei Rollstuhlfahrerinnen in unserer Runde hatten.) Der Ball war handlich und sehr weich. Die ersten Würfe waren eher zögerlich, aber dann kamen wahre Wurftalente zum Vorschein (und das teilweise mit nur einer beweglichen Hand). Es klappte richtig super und wenn doch einmal der Ball runterfiel? Kein Problem. Aufheben und weitermachen. Hauptsache Spaß haben! Die Runde wurde immer geschickter, ausgelassener und frecher. Es wurde sogar gefoppt und viel und herzlich gelacht. Wer uns so ausgelassen gesehen hat, musste denken: Wie die Kinder! 
Und ich glaube der ein oder andere hatte sich bestimmt auch wieder so gefühlt (wobei ich mich da jetzt auch nicht ausschließen möchte). 
Ich empfand die Stimmung sehr locker. Nach dem unbeschwerten Ballspiel mussten wir uns erst einmal wieder stärken. Da heute unser Motto Weinlese war gab es natürlich (wie soll es anders sein) leckere Weintrauben, natürlich frisch aus Retzstadter Weinbergen geerntet. Wieder wurde viel geredet und erzählt. Immer wieder wurde dabei unser Motto "Weinlese" aufgegriffen und ich wusste am Ende unseres Nachmittages Dinge von denen ich vorher definitiv noch nichts gehört habe. Zum Beispiel mussten die Kinder früher in die kleinen Öffnungen von riesigen Holzfässern (Fässer dienten zur Weinlagerung) hinein klettern um die Fässer von innen zu wässern und zu säubern. Nicht jedes Kind wollte da rein steigen, da es dort finster und unheimlich war.
Ich gebe gerne zu, dass ich von den großen Wissens- und Erfahrungsschatz unsere Gäste profitiert habe und ich freue mich schon auf die nächsten Lektionen.
Meine Entscheidung beim Helferkurs teilzunehmen und beim Betreuungsprojekt mitwirken zu können habe ich definitiv nicht bereut.
Fazit:
Bei unserer Vorbereitung sagte Schwester Regina: Manchmal läuft nicht alles nach Plan, aber Spaß haben wir IMMER! So war es.






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