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Verwaltungsgemeinschaft Zellingen


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Innenentwicklung


Gemeinde Retzstadt
 
Förderung privater Maßnahmen durch die Gemeinde Retzstadt (Stärkung der Innenentwicklung)

 
 
Zur Förderung privater Maßnahmen erlässt die Gemeinde Retzstadt nachfolgende Förderrichtlinie:
 
 
Richtlinie (Neufassung vom 14.11.2019)  für die Gewährung von Zuschüssen durch die Gemeinde Retzstadt  für private Maßnahmen  innerhalb des Fördergebietes
 
 
(1) Fördergebiet
 
Die Gemeinde Retzstadt gewährt für private Erhaltungs-, Sanierungs- und Gestaltungsmaßnahmen Zuschüsse a) innerhalb des ehemaligen Dorferneuerungsgebietes (Sanierungsgebiet Altort) mit Ausnahme der Flurnummern 250, 266/1, 268, 269 und 270/2 (gesondertes Gebiet), sowie b) im übrigen Gemeindegebiet, außer die im Bebauungsplan Am Dörfleinsweg und im Baugebiet Hönig II liegenden Grundstücke und Häuser. Eine Ausnahme hiervon sind jedoch die Gebäude, die zum Zeitpunkt der Antragstellung älter als 40 Jahre sind.
 
 
(2) Förderkatalog (gilt für o.g. a) und b) )
 
a) für Verkäufer von Grundstücken
 
Die gemeindliche Förderung beträgt grundsätzlich 55,00 € je qm (geschaffener) Geschossfläche, maximal 11.000 € je Anwesen. Dieser Zuschuss für den Verkäufer wird jedoch nur gewährt, wenn innerhalb von 4 Jahren nach Veräußerung (Abschluss Kaufvertrag) genutzter Wohnraum entsteht, egal, wer diesen Wohnraum nutzt.  Dieser Zuschuss ist bezogen auf ein neu geschaffenes Gebäude, auch wenn mehrere Eigentümer ihre Grundstücke mit verschiedenen Flurstücksnummern zusammenlegen und hierdurch ein bebaubares Grundstück erlangen.
 
b) für den Bauherrn (Neubau)
 
Für den Bau eines neuen Wohnhauses auf einem unbebauten Grundstück im Fördergebiet erhält der Bauherr die gleiche Förderung in Höhe von 55,00 € je qm (geschaffener) Geschossfläche, maximal 11.000 € je Anwesen, wenn nicht bereits der Veräußerer des betreffenden Grundstückes die Förderung durch die Gemeinde erhalten hat (keine Doppelförderung).
 
Der Förderbetrag erhöht sich pro Kind um 2.000 €, jedoch höchstens um 6.000 € (bei drei Kindern). Die Förderung gilt für Kinder, die zum Zeitpunkt der Antragstellung lebend geboren sind oder innerhalb der ersten drei Jahre nach Antragstellung geboren werden (Nachweis Geburtsurkunde), das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und in der jeweils geförderten Wohneinheit der Grundstückseigentümer (Eltern) wohnen. Diesen Kinderzuschuss erhält jedoch nur der Bauherr, nicht der Veräußerer des Grundstückes.
 
Als Baubeginn wird definiert, dass bei dem Neubau die Bodenplatte hergestellt sein muss.
 
c) für den Bauherrn (bei Sanierung zu Wohnzwecken) 
 Für die Sanierung eines bestehenden Gebäudes müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein: Das den Förderantrag zu Grunde liegende Gebäude muss im Geltungsbereich liegen. Das Gebäude muss mindestens 40 Jahre alt sein. Die Förderhöhe beträgt maximal 11.000 €. Voraussetzung ist weitergehend, dass im Gebäude bauliche Investitionen durchgeführt werden, die mindestens 10-mal so hoch sind, wie der zu gewährende Zuschuss. Diese Investitionen sind durch Originalrechnungen zu belegen. Eigenleistung wird nicht gefördert. Auch hier besteht die Möglichkeit, in den Genuss der Kinderregelung zu kommen (wie beim Neubau).
 
Ergänzung: Bei einer Sanierung von Gebäuden, welche im Jahr 1900 oder noch früher errichtet worden sind, beträgt die maximale Fördersumme = 11.000 €. Voraussetzung ist, dass am Gebäude bauliche Investitionen durchgeführt werden, die mindestens sieben Mal so hoch sind, wie der zu gewährende Zuschuss.
 
Bagatellgrenze bei Sanierung: Der Mindestförderbetrag wird auf 3.500 € festgesetzt, d.h. dass der Antragsteller eine Investition von mindestens 35.000 € leisten muss.
 
d) für den Bauherrn (bei Abbruch)
 
Für den Abbruch eines Gebäudes beträgt die Förderung = 30 % der durch Originalrechnungen nachgewiesenen Kosten, maximal 6.000 €. Diese Förderung ist gekoppelt an die Sanierung bzw. den Neubau eines Gebäudes. Im Einzelfall kann auf Antrag, unabhängig von einer Sanierung oder eines Neubaues, der Zuschuss in gleicher Höhe gewährt werden (Entscheidung des Gemeinderates).
 
 
3) Sonstiges
 
Diese Richtlinie tritt zum 01. Januar 2020 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2020. Die Förderrichtlinie vom 18.10.2018 wird aufgehoben. Der Gemeinderat behält sich eine Entscheidung zur konkreten Festlegung der Zuschussbeträge vor (dies in Abhängigkeit der Haushaltslage bzw. der vorhandenen Haushaltsmittel der Gemeinde Retzstadt).
 
Der Baubeginn muss im Jahr der Förderzusage erfolgen. Der Antrag ist rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme bei der Gemeinde einzureichen.
 
Die Auszahlung erfolgt nach Beendigung der Maßnahme.
 
 
Retzstadt, den 14.11.2019 (Datum des Gemeinderatsbeschlusses)
 
 
 
Karl Gerhard 1.Bürgermeister
 
Bei Fragen zur kommunalen Förderrichtlinie (Antragsstellung, erforderliche Unterlagen etc.) bitte an Herrn 1.Bürgermeister Karl Gerhard oder Herrn Wolfgang Pfister im Rathaus Zellingen wenden (09364 / 8072-20).
 
Bei Fragen zur innerörtlichen Entwicklung und Baulandvermittlung, sowie zu bautechnischen Fragen bitte an Herrn Gemeinderat Andreas Stark oder an Herrn Martin Eisenbacher im Rathaus Zellingen wenden (09364 / 8072-55).

 





Gemeinde Retzstadt
Rathausplatz 5 | 97282 Retzstadt | Tel.: 09364 80990 | retzstadt@gmx.de
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