Sammlung Paul May

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SAMMLUNG - PAUL MAY

Alte Werkzeuge, Geräte und Gebrauchsgegenstände aus Landwirtschaft, Handwerk und Haushalt


Paul May
Wethstr. 20
97282 Retzstadt
Tel./Fax 09364 / 1724



Besichtigung nach Absprache

Rathaus

 

Aktuell, NEU!!! 

Das "Insektenhotel"

Infos siehe Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Insektenhotel

 

Der Weinort Retzstadt liegt im Bereich des Maindreiecks im idyllischen Tal der Retz, die 5 Kilometer von der Quelle in Retzstadt entfernt in den Main mündet. Die Lage des Ortes, eingekesselt von steil ansteigenden Hängen und verschont von großen Verkehrsströmen, brachten es mit sich, dass Retzstadt bis heute seinen dörflichen und überschaubaren Charakter bewahren konnte.

Gleichwohl muss das mehr als 1200 Jahre alte Retzstadt schon in frühester Zeit ein bedeutender Marktflecken gewesen sein. So belegen Urkunden, dass es in Retzstadt große Weinbau- und Ackerflächen gab. Davon befand sich ein guter Teil im Besitz von Klöstern und fränkischem Adel. Schon diese frühen Vorfahren waren fleißige Leute und verstanden es, das liebliche, fruchtbare Tal der Retz mit den Seitentälern und den Hochflächen der umgebenden Hügel urbar zu machen. Mit den Erträgen aus diesen Weinbergen und Äckern ließen sich gute Geschäfte erzielen und der Ort blühte auf. Die Situation verschlechterte sich dann jedoch aufgrund des Einfalls der Schweden im Dreißigjährigen Krieg, sowie der Franzosen 170 Jahre später. Außerdem befielen mehrmals Krankheiten und Schädlinge die Weinberge und ließen die Flächen auf einen Bruchteil verringern, letztmals nach dem 2. Weltkrieg.

Auf den Hängen rund um den Ort gedeihen feine und kräftige Weine. Auch die bäuerliche Landwirtschaft sichert nach wie vor vielen Bürgern ihre Existenzgrundlage.

Im alten Ortsbereich, nahe der Wethquelle, die hauptsächlich die Retz speist, findet sich die "Geißkehle", eine schmale Gasse. Hier steht das Anwesen der Familie May mit der Sammlung. Das Anwesen ist eine typische Hofanlage im Stil der fränkischen Haufendörfer:
Das Wohnhaus ist auf der einen und das Nebengebäude auf der anderen Seite, direkt auf der Grenze zu den Nachbarhöfen gebaut. Dazwischen liegt der Hof und an dessen Ende querstehend die große Scheune mit Stallungen und Kellern. Das wahrscheinlich mehrere hundert Jahre alte Wohnhaus ist zweigeschossig, im unteren Geschoss aus Stein und darüber aus von außen noch sichtbarem Fachwerk errichtet.

Unter der Scheune gibt es zwei Keller, einen ungewöhnlich großen Gewölbekeller, der früher als Rüben- und Kartoffellager, sowie Luftschutzbunker genutzt wurde und dem kleinen Weinkeller. Hier findet sich auch heute noch manch gute Flasche Wein oder Obstbrand. Außerdem befindet sich hier noch eine gefasste Quelle eines nur zeitweilig fließenden Zuflusses der Retz.

Der Urgroßvater des jetzigen Besitzers Paul May erwarb das Anwesen Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Wenn auch einige der Vorfahren der Familie der Bäckerzunft entstammen (davon zeugt der noch heute gebrauchte Hausname), lag und liegt der Haupterwerb der Familie im Weinbau und der Landwirtschaft. So gibt es hier auch heute noch Schweine, Hühner und Damwild, bis vor wenigen Jahren noch Rinder und Pferde.

In dieser häuslichen Familientradition liegt der Ursprung für die von Paul May begründete und geführte Sammlung. Der rasant fortschreitende Einsatz maschineller Technik in Landwirtschaft, Weinbau, Handwerk und Haushalt in den vergangenen Jahrzehnten brachte es mit sich, dass eine Vielzahl von früher unabdingbar notwendigen Geräten, Maschinen oder sonstigen Gegenständen überflüssig wurden. Dem Erhalt der Erinnerung an diese Gegenstände, an deren Namen und deren Funktion dient diese Sammlung.
 

Frühjahr 2008

Neue Weidenflecht-Ideen

von Paul May

     

Schmotzer 12 PS

Baujahr 1954

mit Hackgerät

Kapelle im Hof, Stahl-Glocke aus der Umgebung Schweinfurt, Turmuhrwerk und Parament aus der Pfarrkirche Retzstadt, Altargemälde J. Spruß: Blick zum Kahlkreuz

 

 

 

-Letzte Aktualisierung: Freitag, 04. Februar 2011 16:41 © Reinhold Meurer - IMPRESSUM -

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