Samstag, 27. April 2002
Im Gramschatzer Wald stand bis Ende 2001 ein Holzbildstock, der in der
Denkmalliste mit „Pfeilerbildstock aus Holz, Nische mit Gitter, zur Zeit des
Dreißigjährigen Krieges gestiftet; am Käpfelespfad im Gramschatzer Wald,
Retzstadter Hang" beschrieben ist. Der ursprüngliche Inhalt der Nische ist
nicht bekannt. Er war inzwischen marode und beschädigt, so dass eine Erneuerung
geboten war. Im Einvernehmen mit der Forstverwaltung wurde der Bildstock
abgetragen und sichergestellt. Mitarbeiter der Gemeinde haben inzwischen einen
neuen nach dem Vorbild des alten Bildstocks angefertigt.
In der Nische ist ein Bildnis des hl. Bonifatius untergebracht. Damit wirddie
Verbindung Retzstadts zum Kloster Fulda ausgedrückt, das hier im Mittelalter
„8 Weinberge und 4 Hufen" besaß. Das Bildnis ist ein Werk des Trägers der
Verdienstmedaille der Gemeinde Retzstadt, Rektor a.D. Joachim Spruß..
Die Diözese Fulda unterstützte die Erneuerung mit einem namhaften Betrag.
Der Bildstock wurde mit freundlicher Genehmigung des Forstamtes Arnstein am
Eingang zum Gramschatzer Wald und damit an der Zufahrt zur Autobahn nach Fulda
aufgestellt. Zur feierlichen Einweihung zelebrierte Weihbischof Prof. Dr.
Ludwig Schick, Fulda, in der Pfarrkirche St. Andreas ein Pontifikalamt und
weihte anschließend den Bildstock ein.
Nachtrag: Prof. Dr. Ludwig Schick ist inzwischen Erzbischof von Bamberg.